Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London

2 Dez

„Ich, Peter Grant aus Kentish Town, schwöre, Ihrer Majestät der Königin und Ihren Nachfolgern aufrichtig zu dienen; meinem Meister während der Dauer meiner Lehre gut und getreulich zu dienen, den Wächtern Gehorsam zu leisten und die Kleidung der Bruderschaft in Ehren zu halten; das Geheimnis besagter Bruderschaft ehrend zu bewahren und niemanden außerhalb besagter Bruderschaft zu enthüllen. Und ich schwöre feierlich, in all diesen Dingen aufrichtig und ehrlich zu sein und diesen Eid geheim zu halten. So helfe mir Gott, Ihre Majestät und die Macht des Universums, dieses Gelöbnis zu bewahren und zu erfüllen.“

Peter Grant arbeitet als Constable bei der Metropolitan Police und London. Seine Karriereaussichten sind durchschnittlich, er hat sich gerade mit einer Laufbahn am Schreibtisch abgefunden, als ihm bei einem Mordfall ein Geist begegnet – und gerade der ist ein wichtiger Zeuge. Peter hat Glück: Er wird nicht für verrückt gehalten, sondern landet bei Inspector Thomas Nightingale, der ihn zum ersten Zauberlehrling Englands seit fünfzig Jahren machen soll. Von nun an besteht Peters tägliche Arbeit darin, Streitschlichter für Mutter Themse und Vater Themse zu spielen, Vampire aufzuspüren und den Mordfall in Covent Garten aufzuklären…

Klingt nach Harry Potter für Erwachsene? In der Tat, Ben Aaronovitch lässt dies von Inspector Nightingale gleich bestätigen: „Nein, nicht wie Harry Potter. Ich bin schließlich keine fiktive Romanfigur.“ Es macht viel Spaß, mit Peter durch London zu ziehen, ihm bei seiner Schwärmerei für Kollegin Lesley zuzuhören und seine ersten Schritte als Zauberlehrling zu beobachten. Insbesondere in punkto britischer Humor kommt man absolut auf seine Kosten.

Allerdings ist dies auch die Schwachstelle des Romans: Oft werden Lacher zu stark forciert, geht es nur darum, den nächsten Witz geschickt zu platzieren. Dadurch zieht es sich etwas, wirkt manchmal auch zu gewollt. Der Fall selbst steht dadurch zu sehr im Hintergrund. Trotzdem ein amüsantes Buch, für ausgesprochene Krimifans aber wohl zu viel Komödie und zu wenig Spannung.

Eine Antwort to “Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London”

  1. garda Januar 17, 2012 um 8:09 pm #

    Eine tolle Rezension und dank deiner Besprechung habe ich das Buch gekauft und es keine Sekunde lang bereut. Spannend und lustig und für mich noch nebenbei eine schöne Erinnerung an London 2010 als ich selber in Covent Garden war.

    Den Folgeband habe ich bereits vorbestellt.

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